AfA fordert Rückkehr zur paritätischen Finanzierung des Gesundheitswesens

Heinz Möller, Sprecher der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA) und SPD-Sozialpolitiker, hat gefordert, dass die Zusatzbeiträge der Krankenkassen wieder zur Hälfte von den Arbeitgebern übernommen werden, um die Versicherten zu entlasten und gleichzeitig zur paritätischen Finanzierung des Gesundheitswesens zurückzukehren.

Der ehemalige Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses beim Landkreis Verden dazu im Pressedienst der Kreis-SPD:  "Wir wollen, dass die Krankenkassenbeiträge wieder zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden". Die SPD-Arbeitnehmerorganisation hofft, dass die künftige Landesregierung in Niedersachsen sich auf Bundesebene dafür einsetzen wird, dass der Weg zum Solidarprinzip bei der Finanzierung aller Gesundheitskosten eingeschlagen wird.

"Es ist höchste Zeit, diese Ungleichheit zu beenden und die Versicherten zu entlasten", betont Heinz Möller. "Hierfür ist der Zeitpunkt denkbar günstig. Die Wirtschaft brummt und den Unternehmen geht es gut, wie schon lange nicht mehr. Wenn nicht jetzt wann dann. Ich hoffe sehr, dass die neue Bundesregierung dies auch im Koalitionsvertrag besiegelt", so Möller.

Er erinnerte daran, dass die paritätische Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge mit der jeweils hälftigen Aufbringung der Beiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Jahr 1951 eingeführt wurde und bis zum Jahr 2005 Bestand hatte.

Seither werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber unterschiedlich belastet. So betrug der Arbeitgeberanteil zwischen 2009 und 2015 zwischen 7,0 und 7,3 Prozent, der Anteil der Arbeitnehmer jedoch hingegen zwischen 7,9 und 8,2 Prozent.