GEMEINDE-SPIEGEL (Der Gemeinderat informiert)

Drei der Protagonisten mit der Premierenausgabe: Jürgen Winkelmann (links), Wilfried Wessel und Andreas Weber-Sordon. (Foto: Björn Hake, Weser-Kurier)
Drei der Protagonisten mit der Premierenausgabe: Jürgen Winkelmann (links), Wilfried Wessel und Andreas Weber-Sordon. (Foto: Björn Hake)

Seit September 2019 wird in Riede vierteljährlich ein Faltblatt mit Informationen des Gemeinderates an alle Haushalte verteilt. Im folgenden Pressebericht des Weser-Kuriers wird über die Zielsetzung dieser neuen Bürgerinformation über Ereignisse im Ort und den politischen Aktivitäten des Gemeinderates berichtet. Das obige Foto ist dieser Pressemeldung entnommen.

(Im einem weiteren Teil dieser Seite kann man sich alle bereits erschienenen GEMEINDE-SPIEGEL anschauen.)


Vierseitige Informationsquelle

Marius Merle 29.08.2019 / WESER-KURIER

Der Rieder Ortsrat berichtet ab sofort vierteljährlich im „Gemeinde-Spiegel“ über getroffene politische Beschlüsse in der Ortschaft. Jeder Haushalt soll das Faltblatt im Briefkasten vorfinden.

Bis vor etwa 40 Jahren wurden in Riede Laufzettel mit Gemeindeinformationen in Umlauf gebracht. Ziel war es, dass diese unter den Bürgern weitergegeben und so alle Menschen auf dem Laufenden gehalten werden, was vor Ort so passiert. Da das mit dem Weitergeben seinerzeit aber nicht so wie erhofft klappte, wurde das Projekt irgendwann aufgegeben, erzählt Andreas Weber-Sordon, der es sich mit seinen Kollegen vom Rieder Ortsrat zur Aufgabe gemacht hat, die Grundidee von damals zu reaktivieren. Das Ergebnis nach rund eineinhalbjähriger Überlegungs- und Planungszeit liegt nun in den nächsten Tagen erstmals im Briefkasten der Rieder Bürger: der Gemeinde-Spiegel. 

Dabei handelt es sich um ein vierseitiges Faltblatt, in dem der Ortsrat über seine Arbeit und die getroffenen Beschlüsse berichtet. „Wir wollen nachhaltig über Ergebnisse informieren“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Winkelmann. In der ersten Ausgabe zum Beispiel kann nachgelesen werden, dass drei alte beschädigte Eichen im Ortsteil Heiligenbruch durch eine aufwendige Behandlung gerettet werden sollen oder dass aufgrund von Anliegerwünschen ein Antrag auf Verkehrsberuhigung für mehrere Straßen gestellt worden ist. Verwiesen wird zudem auf die Öffnungszeiten des Bürgerzentrums und die nächste Ortsratssitzung.

Sechsköpfiges Redaktionsteam

Die Auswahl über die Beiträge trifft das sechsköpfige Redaktionsteam, bestehend aus den Ortsratsmitgliedern Dieter Huster, Harald Lochte, Joachim Otten, Weber-Sordon, Wilfried Wessel und Winkelmann, gemeinsam. Wichtig ist es dem Gremium zu betonen, dass die Parteizugehörigkeit für das Projekt keine Rolle spielt. Daher ist es auch vorgesehen, nur die Beschlüsse abzubilden, die einstimmig getroffen wurden, wie Wessel erzählt. Politische Diskussionen sollen also keinen Platz finden. „Zur Diskussion im Ort soll der Gemeinde-Brief aber gerne beitragen“, sagt Weber-Sordon, der sich erhofft, so die Bürger mehr für die Themen zu sensibilisieren. „Das kommunalpolitische Interesse wecken“, nennt Winkelmann passenderweise als ein großes Ziel.

Aber wie kam die Gruppe zu dem Entschluss, in der heutigen Zeit, in der Printprodukte immer mehr verschwinden und digitale Inhalte ihren Platz einnehmen, auf ein Faltblatt zu setzen? „Nicht jeder Bürger ist im Internet“, sagt Weber-Sordon. Das habe der Ortsrat erst kürzlich gemerkt, als in Riede die große Baustelle war und einige Bürger sich nicht richtig informiert fühlten. Wessel schätzt, dass nur maximal 75 Prozent der Rieder über digitale Kanäle erreichbar sind. Doch dem Ortsrat gehe es darum, alle informieren zu können. Was nicht heißt, dass moderne Plattformen nicht auch auf lange Sicht genutzt werden könnten. Winkelmann glaubt, dass der Start in Papierform genügt, aber er könne sich vorstellen, den Gemeinde-Brief dann auch irgendwann parallel etwa auf Facebook zu veröffentlichen. 

Verteilung an alle Haushalte

Nun ist das Redaktionsteam des Gemeinde-Spiegels erst einmal auf die Rückmeldungen aus der Bevölkerung gespannt. Dass der grundsätzliche Bedarf da ist, habe der Rieder Ortsrat im Vorfeld in Erfahrung gebracht. „Wir haben das Gespräch mit örtlichen Institutionen gesucht und den Eindruck gewonnen, dass unser Vorhaben von Interesse ist“, erzählt Wessel. Verteilt werden soll der Gemeinde-Spiegel quartalsweise zusammen mit dem Gemeinde-Brief der Kirchengemeinde. Alle Haushalte in Riede – etwas mehr als 1100 – sollen ihn somit erhalten. Damit entfällt das einstige unkalkulierbare Weitergeben, was vor einigen Jahrzehnten zur Einstellung des Laufzettels geführt hat. In der Hoffnung, dass das Projekt dieses Mal eine längeres Dasein fristen wird.


Hier sind alle bereits erschienenen GEMEINDE-SPIEGEL zur Anzeige auswählbar:

Gemeinde-Spiegel-2019-September

Gemeinde-Spiegel-2019-Dezember

Gemeinde-Spiegel-2020-März